banner leitsaetze 02

"Ich berücksichtige beim Handeln die gesamte Situation und die Auswirkungen meines Tuns."

Du handelst mit Weitblick, wenn

  1. du alle Möglichkeiten abwägst, bevor du entscheidest. 
  2. du sparsam mit Zeit, Geld und Energie umgehst.
  3. du die Interessen anderer berücksichtigst.
  4. du die Folgen deines Tuns im Vorfeld bedenkst.

 

Hier findest du ein praktisches Beispiel:
Paul ist Hauptstörenfried der Klasse 8a der IES – Gesamtschule in Ludwigshafen. Er verstößt immer wieder gegen die Klassenregeln und reißt andere mit. Für das Frühjahr ist eine Klassenfahrt geplant. Paul wurde in letzter Zeit mehrmals ermahnt und der Klassenlehrer Herr Schulze hat ihm sogar bereits angedroht, dass die Klassenfahrt ersatzlos gestrichen wird.

Du weißt, welchen Beitrag du in der Klasse leistest
Paul wird sich bewusst, dass sein Stören nicht nur für Unruhe sorgt, sondern negative Auswirkungen auf die gesamte Klasse hat. Er ist sich darüber im Klaren, dass viele Mitschüler nicht gut auf ihn zu sprechen sind.

Du kennst deine Klassenkameraden und kannst diese gut einschätzen
Jetzt wird ihm auch bewusst, wie seine Klassenkameraden reagieren werden, wenn die Klassenfahrt abgesagt wird. Nach den bisher gemeinsam verbrachten vier Jahren mit seinen Mitschülern kann Paul diese gut einschätzen. Er weiß, dass sein Verhalten böse Folgen für ihn haben kann. Im schlimmsten Fall wird er den Rest der Schulzeit als Einzelgänger verbringen.

Du nimmst Aufgaben selbst in die Hand
Paul möchte sich künftig an die Klassenregeln halten, da er sich keinen Ärger mit seinen Mitschüler einhandeln möchte. Er versteht den Unmut seiner Mitschüler bezüglich seines Verhaltens. Er verfolgt das Unterrichtsgeschehen daraufhin mit mehr Interesse und lässt den Lehrer und seine Mitschüler ausreden.

Du wägst verschiedene Möglichkeiten ab, bevor du entscheidest
Paul musste sich entscheiden, entweder weiterhin den Unterricht zu stören, mit der Folge, dass die Klassenfahrt abgesagt wird, oder sein Verhalten zu ändern, so dass die Klassenfahrt stattfinden kann. Da der Druck auf ihn durch die Klasse wuchs und er wusste, dass er bei weiterer Störung des Unterrichts von der Klasse ausgeschlossen wird, entschied er sich dafür, an sich zu arbeiten. Er trug eine große Verantwortung, weil es von ihm abhing, ob die Klassenfahrt stattfindet oder nicht.

 

Lerntipp:  Ich berücksichtige beim Handeln die gesamte Situation und die Auswirkungen meines Tuns

  1. Wenn du Pläne schmiedest oder Entscheidungen zu treffen hast, überlege dir gut, welche Alternativen es gibt und wie du dich verhalten kannst. Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Wege, welcher führt am besten zum Ziel?

  2. Denke nach einer Aktion oder Entscheidung darüber nach, wie es gelaufen ist und was du vielleicht beim nächsten Mal anders oder besser machen kannst.

  3. Überlege einmal, welche konkreten Beiträge du bei Aktivitäten mit anderen – mit deiner Klasse, im Sportverein, in der Familie – leistest. Berücksichtige dabei bewusst auch die Interessen der Gemeinschaft, versuche dich einzubringen und handle selbständig, auch ohne Aufforderung.

  4. Mache die Aufgaben und Ziele der Gruppe zu deinen eigenen und trage ebenso wie alle anderen Verantwortung für die Ergebnisse.

  5. Wenn mal etwas nicht so gut läuft, überlege, woran es lag, gestehe dir Fehler ein und übernimm dafür Verantwortung.

  6. Erkläre dich z. B. innerhalb der Klasse oder deines Sportvereins bereit, die nächste Veranstaltung zu organisieren oder dafür eine Teilaufgabe zu übernehmen. So kannst du eigene Ideen umsetzen und lernst, eigenverantwortlich zu arbeiten. Diese Fähigkeiten benötigst du auch außerhalb der Schule.

  7. Gehe mit Dingen, die dir nicht gehören, sorgsam um – so, als wären es deine eigenen und von deinem Geld bezahlt.

  8. Überlege, wo in deinem Umfeld Energie, Zeit oder Geld verschwendet werden und versuche, etwas dagegen zu tun.
Zum Seitenanfang