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"Ich bin offen für Neues."

Du bist offen, wenn

  1. du neugierig bist und gerne etwas ausprobierst.
  2. du bereit bist, dich auf unbekannte Situationen einzulassen.
  3. du Gewohntes in Frage stellst und bewusst nach neuen Wegen suchst.
  4. du auf die eigenen Fähigkeiten vertraust und Dinge optimistisch anpackst.

 

Hier findest du ein praktisches Beispiel:
Die Klasse 8a der IES-Gesamtschule in Ludwigshafen befindet sich im Bus auf dem Weg zur Klassenfahrt nach Frankreich. Dort treffen sie eine Klasse der Partnerschule aus Lyon. Sie planen eine gemeinsame Kanutour.

Du bist neugierig
Die Schüler sind auf der einen Seite sehr neugierig und auf der anderen Seite sehr nervös, da sie in der Sprache noch nicht so sicher sind und die anderen Schüler nicht kennen.

Sich auf unbekannte Situationen und Dinge einlassen
Bevor die Kanufahrt beginnt, beschließen die Lehrer, dass jeweils ein deutscher und ein französischer Schüler in einem Boot sitzen sollen. Luise und ihre Mädchenclique sind nicht begeistert davon, weil sie immer alles gemeinsam machen und sich auch jetzt nur ungern trennen.

Gewohntes in Frage stellen und neuen Ideen eine Chance geben
Nach den ersten gemeinsam überwundenen Stromschnellen und dem ersten Kennenlernen merkt Luise sehr schnell, dass ihre französische Partnerin Sophie eigentlich ganz nett ist und sie trotz der Sprachschwierigkeiten gut miteinander klarkommen.

Bewährte Methoden über Bord werfen
Aus Neugierde verbringen Luise und ihre Freundinnen die nächsten Abende mit Sophie und ihrer Clique. Die Abende werden lang und lustig. Am Ende der Klassenfahrt sind viele neue Freundschaften entstanden, und die Sprachkenntnisse wurden deutlich verbessert. Außerdem finden Luise und ihre Klassenkameraden jetzt, dass es spannend ist, neue Leute kennen zu lernen.

 

Lerntipp: Ich bin offen für Neues

  1. Neugier und Offenheit helfen, sich schnell auf neue Situationen einzustellen. Wie neugierig bist du im Vergleich zu deinen Freunden? Falls die meisten anderen neugieriger sind als du, nimm dir vor, einen ganzen Tag lang so neugierig wie kein anderer zu sein: stelle viele Fragen, schlage Dinge im Internet nach, lerne etwas, was du bisher noch nicht konntest usw. Beantworte dir dann selbst am Abend die Frage, wie dir dieser "Tag der Neugier" gefallen hat.

  2. Ihr könnt die Übung auch zu zweit machen: wer von euch war neugieriger?

  3. Falls du dich oft gegen etwas Neues sträubst: betrachte die Situation genau. Warum reagierst du so? Hast du Angst – wenn ja, wovor? Oder willst du dich einfach nicht mit etwas Neuem beschäftigen, weil das manchmal anstrengend ist? Suche dir einen Klassenkameraden, mit dem du dein Verhalten in neuen Situationen regelmäßig besprichst. Ihr könnt euch gegenseitig "beraten".

  4. Wenn du offener werden willst, nimm dir vor, jedes "Nein", das du bei neuen Dingen erst mal auf der Zunge hast, zurückzuhalten und "vielleicht" zu sagen. Spiele dann in Gedanken die Situation durch; wenn nichts Gefährliches droht, spring ins kalte Wasser und sag "Ja".

  5. Du kannst auch eine "Woche der Veränderung" einführen, in der du jeden Tag eine Kleinigkeit anders machst als sonst. Fange mit kleinen Veränderungen an und steigere dich im Laufe der Woche. Probiere z. B. mal eine neue Sportart aus, laufe zur Schule anstatt mit dem Bus zu fahren oder melde dich freiwillig für eine ungewohnte Aufgabe. Denke am Ende der Woche über deine Erlebnisse und Erfahrungen nach und behalte das Positive künftig im Alltag bei. Welche Dinge fallen dir spontan ein, die du gern mal anders machen möchtest?
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